7. August
Der Tag fing damit an, daß wir wieder alles aus unserem Hotelzimmer in unseren Van verfrachten und hineinpuzzlen mussten. Ich bin ganz schön froh, daß wir das nur ab und zu und nicht jeden Tag machen müssen.
Nach 5000 Meilen sollte ich einen Ölwechsel machen lassen… die waren zwar noch nicht ganz erreicht aber fast. Und so sind wir dann zwei Strßen weiter zum Jiffy Lube gefahren. Wir mussten nur ca. 10 Minuten warten und schon waren wir an der Reihe. Neues Öl, frisch geputzte Fenster, einen neuen Deckel für unseren Kühler, Luft auf die Reifen… Alles in allem haben wir keine halbe Stunde gebraucht und der ganze extra Service war alles inklusive. Wir waren uns einig, daß wir einen Ölwechsel in Deutschland wohl kaum so flott und so freundlich und schnell bekommen hätten.
Wir haben uns dann quer durch den morgendlichen Stadtverkehr geqäult und waren heilfroh als wir endlich wieder auf einer fast einsamen Straße in Richtung des Mt. Rainier Nationalparks unterwegs waren. Es waren immer noch sehr viele Touristen unterwegs aber immerhin gab es nur noch eine Fahrspur und nicht mehr sechs oder sieben in jede Richtung. Ich kann mich auch immer noch nicht daran gewöhnen von links auf den Freeway zu fahren…
Jedenfalls war die Straße trotz viel Verkehr und trotz vielen Straßenbauarbeiten und Verzögerungen um einiges angenehmer zu fahren. Eine ganze Weile sind wir hinter einem Campmobil hergefahren… Der Fahrer hat bei jedem Hindernis geblinkt, hat ordentlich Abstand zum Vordermann gehalten und sich außerdem an die Höchstgeschwindigkeit gehalten… Wir waren nicht verwundert, als wir dann auch noch ein deutsches Nummernschild entdeckt haben.
Die braven Deutschen…
… Na ja, nicht alle… ich fahre eher so wie ich will… nicht so wie ich sollte… *tüdeldü*… Oben am Mt. Rainier angekommen haben sie dann gleich ihr Deutschland Fähnchen ausgepackt und Beweisfotos gemacht. Sie kamen aus dem Ruhrgebiet und waren schon vor mehr als 4 Monaten in Boston gestartet. Natürlich Rentner, denn wer bekommt denn heute so lang Urlaub
Am Mt. Rainier haben uns die Moskitos ganz schön zerfressen. Aber es war trotzdem sehr toll ihn so nah zu sehen und die Gletscher im Sonnenlicht glitzern zu sehen. Wir sind dann noch bis zu einer Ortschaft namens Yakima weiter gefahren und haben uns noch was Leckeres gekocht. Dummerweise wussten wir allerdings vorher nicht, daß der Campingplatz von Wasser umgeben war. Vom Yakima River und 3 oder 4 Seen für die ganzen verrückten Angler… Die Moskitos haben uns bei lebendigem Leib aufgefressen… Wahnsinn. Christina mochten sie ganz besonders und irgendwie hat sie wohl allergisch reagiert… Jedenfalls sind ihre Moskitostiche so schnell so dick angeschwollen, daß sie sich dann im Auto verschanzen musste… ich musste dann allein abwaschen und wurde weiter angeknabbert… ich glaube ich habe an dem Abend zum ersten Mal im Spülwasser gebadet… immer mit den nassen Händen nach den Moskitos schlagen… ich glaube ich war hinterher nasser als mein Geschirr…









